Ein Zeitzeuge berichtet

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Der Geschichts-LK der Q2 hatte im Unterricht einen Vortag des Zeitzeugen Walter Frankenstein geplant und organisiert. Am Freitag den 16.3.18 war also der Zeitzeuge des Zweiten Weltkrieges in der Aula und hat für die Oberstufe seine Geschichte erzählt. Wir von der Schülerzeitung waren auch bei dem Vortrag und möchten euch erzählen, wer Walter Frankenstein ist und was ihm passiert ist.

Walter  Frankenstein ist 1924 in Flatow (Schweden) geboren. Er hatte bis zu seinem zwölften Lebensjahr eine schöne und ruhige  Kindheit. 1936 (mit zwölf Jahren) durfte Walter F. nicht mehr zur Schule gehen, weil er Jude ist. Er wurde nach Berlin in ein jüdisches Waisenhaus gebracht. In Berlin lernte Walter F. auch seine Frau kennen, die 2010 gestorben ist. Mit ihr hat Walter F. zwei Söhne. Walter F. und Leonie (seine Frau) mussten Zwangsarbeiten für die SS verrichten. Er und seine Frau wollten sich das nicht gefallen lassen und haben seitdem illegal gelebt. Das heißt, sie haben sich nicht an die Regeln der SS gehalten, z.B. den Judenstern abgenommen etc. Er und seine Frau hatten in einem Haus in Berlin gelebt. Zum Schutz vor den Bomben hatte Walter F. einen Bunker in seinem Vorgarten gebaut. Um nicht in der Gesellschaft aufzufallen, musste Walter Frankenstein immer gepflegt aussehen. Zu seinem Glück war sein erstes Kind arischer Abstammung, deswegen glaubte die SS, dass sie Deutsche wären. Im April 1945 wurde Berlin durch die russische Armee befreit. Somit hatten Walter F. und deine Frau Leonie den Zweiten Weltkrieg als jüdisches Paar mit viel Glück überlebt. Heute setzt sich Walter Frankenstein für die Demokratie ein und hält z.B. Vorträge in Schulen.
Wenn ihr mehr über Walter Frankenstein und seiner Lebensgeschichte erfahren möchtet, könnt ihr euch sein Buch „Nicht mit uns“ kaufen und Lesen.

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