Auch die Spee hat gewählt

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Nordrhein-Westfalen hat gewählt - und etwas überraschend gewann nicht die SPD unter Führung der bisherigen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Wahl, sondern die CDU mit Herausforderer Armin Laschet. Parallel zur Landtagswahl für die Erwachsenen konnten auch Jugendliche an 262 Schulen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ihre Stimme für die zur Wahl stehenden Parteien und Personen abgeben. Auch unsere Schule hatte sich zu dieser 'Juniorwahl' angemeldet, weshalb die Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 in der vergangenen Woche zur Abstimmung aufgerufen worden waren.

Voraussetzung für eine Stimmabgabe war, dass die Lehrerin bzw. der Lehrer die Schülerinnen und Schüler ihrer bzw. seiner Klasse im Fach Gesellschaftslehre auf die Wahl vorbereitet hatte. Da dies nicht bei allen Klassen möglich war, wählten schließlich elf Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10. Die 296 Wahlberechtigten erhielten wie bei einer echten Wahl eine Wahlbenachrichtigung und konnten nach Vorlage ihres Ausweises im Informatikraum 2 ihre Erst- und Zweitstimme abgeben. Hierzu setzten sich die Schülerinnen und Schüler an einen von drei Computern, die so präpariert waren, dass die anderen Wähler nicht einschauen konnten. Von den 296 Wahlberechtigten kamen letztlich 202 zur Wahl, was einer Wahlbeteiligung von 68,24% entspricht.

Nun sind sie Ergebnisse bekannt: Die 'Juniorwahl' an unserer Schule hat die CDU mit 27,23% der abgegebenen Stimmen gewonnen, gefolgt von der SPD mit 19,90%. Hiermit hat unsere Schule ganz ähnlich wie die Erwachsenen bei der echten Landtagswahl abgestimmt, dieses Ergebnis widerspricht aber dem Gesamtergebnis der 'Juniorwahl' an den 262 ausgesuchten Schulen - dort hatte die SPD die Nase vorn. Weiterhin ist überraschend, dass die Partei 'Die Linke' an unserer Schule verhältnismäßig stark punkten konnte, und dies nicht nur bei der Zweit-, sondern auch bei der Erststimme. Hier bekam die Linken-Politikerin Alina Wolf 12,88% der abgebenen Stimmen, was den dritten Platz hinter Daniel Sieveke von der CDU (34,16%) und Claudia Steenkolk von der SPD (19,80%) bedeutet. Vielleicht wählten die Schülerinnen und Schüler Frau Wolf, da sie im Gegensatz zu den anderen zur Wahl stehenden Personen noch recht jung ist. Erfreulich ist auch, dass die AfD in Gegensatz zur echten Landtagswahl an unserer Schule kaum gewählt wurde und nicht die Fünf-Prozent-Hürde genommen hat, deren Übersteigen zum Einzug in den Landtag berechtigt. Zudem sind 68,24% Wahlbeteiligung ein guter Wert. Zwar wurde an den 262 ausgesuchten Schulen des Bundeslandes eine Wahlbeteiligung von 83,7% erreicht, hierbei muss man aber bedenken, dass an der Mehrzahl der Schulen die Jugendlichen im Rahmen des Gesellschaftslehre-Unterrichts als Klasse zur Wahl gehen, wodurch eine hohe Wahlbeteiligung erreicht wird. An unserer Schule war es den Schülerinnen und Schülern freigestellt, ob sie wählen oder nicht - viele haben es getan und werden es hoffentlich auch in Zukunft tun.

Hier die Ergebnisse der 'Juniorwahl' an den 262 ausgesuchten Schulen:

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