Vergangenheit hautnah - ein Besuch im "Haus der deutschen Geschichte"

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Sind acht Stunden Zugfahrt einen Museumsbesuch wert? Manchmal ja - besonders wenn es sich bei dem Musuem um eines der besten und meistbesuchten in Deutschland handelt, nämlich dem "Haus der deutschen Geschichte" in Bonn. So machten sich am 18. November die beiden Geschichte-Leistungskurse der Q2 unter der Leitung von Herrn Wagner und Herrn Raths auf die lange Reise von Paderborn in die ehemalige Bundeshauptsstadt am Rhein. Nach Zwischenstopps in Köln und am Bonner Hauptbahnhof erreichten die 24 Schülerinnen und Schüler schließlich um 14.00 Uhr das Museum, in welchem man die deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart hautnah erleben kann.

In Gruppen zu je 13 Teilnehmern erhielten die Paderborner zunächst eine anderthalbstündige Führung durch die Ausstellung des Museums. Der ersten Teil dieser Ausstellung konfrontierte die kommenden Abiturientien und ihre Lehrkräfte mit der Nachkriegsgeschichte in Deutschland, welche durch Entbehrungen der Bevölkerung, Entnazifizierung und Besatzung durch die alliierten Siegermächte gekennzeichnet war. Der Schritt zur Gründung der Bundesrepublik und der DDR markierte ein Rosinenbomber der US-Luftstreitkräfte, den man durchschreiten musste, um die Möglichkeit zu erhalten, auf den originalen Sitzgruppen des ersten Plenarsaals des Bundestages in Bonn Platz nehmen zu können. Dort verblieben die Schülerinnen und Schüler eine Weile und nahmen die Möglichkeit wahr, interaktiv an zeitgenössischen Abstimmungen im deutschen Bundestag der 1950er Jahre teilzunehmen - so beispeilsweise über die Wiederbewaffung der BRD oder die Atombewaffnung. Einzelne Schükler eroberten gar selbst das Rednerpult, an welchem schon Helmut Kohl, Konrad Adenauer oder Willy Brandt gestanden hatten.

Der weitere Weg durch das Museum führte die Paderborner an einem Origianlmodell eines solchen Panzers vorbei, wie er beim Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 von der UdSSR eingesetzt worden war. Zudem tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Geschehnisse um den Sputnik-Schock 1957, der Mondlandung 1969, des deutschen Woodstocks auf Fehmarn sowie des Mauerbaus 1961 ein und erfuhren den Flair der 1950er Jahre am eigenen Leib in einem originalgetreuen Café dieser Zeit. Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen Grenzübergang passiert hatten, der bis in die 1980er in Berlin gestanden hatte, widmeten sie sich der Zeit des Tauwetters und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. 

Als Hingucker dienten hier Originalteile der ehemaligen Berliner Mauer und die DDR-Fahne, die zerstückelt am 9. November 1989 von Brandenburger Tor herabgeworfen worden war. Nach der Führung durch das "Haus der deutschen Geschichte" erhielten die Paderborner noch Gelegenheit, das Museum auf eigene Faust zu erkunden und bisher ungesehene Objekte wie beispeislweise den Teil der Ausstellung, der sich den Machenschaften der RAF widmet, zu besichtigen. Nach dem überaus eindrucksvollen Besuch der Ausstellung begaben sich die Schülerinnen und Schüler wieder auf den langen Weg nach Paderborn, im Gepäck viele unmittelbare Eindrücke aus einem Museum, welches Geschichte hautnah vermittelt - ein Besuch lohnt sich!

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