Erkundungen in Auschwitz - Eine Exkursion zu einem bedeutenden Ort

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In der Woche vom 07.11. bis zum 12.11. durften elf Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 10, mit Herrn Kräkel und Frau Dr. Gausmann nach Polen fahren, um dort die Stadt Krakau kennenzulernen, aber hauptsächlich, weil wir dort die Gedenkstätten in Auschwitz besucht haben.

Unsere Fahrt begann am Montagabend um 20:30 Uhr, als wir den Bus nach Krakau genommen haben. Am nächsten Tag sind wir nach langen 15 Stunden in Krakau angekommen, wo wir uns dann direkt auf dem Weg in unser Hostel gemacht haben. Unser Hostel lag in Kazimierz, einem jüdischen Stadtteil in Krakau. In dem Viertel fielen einem direkt die vielen Synagogen auf, auch wenn es heute in Krakau durch den 2. Weltkrieg nicht mehr so viele aktive Synagogen gibt.

Eine kurze Zeit später haben wir die ehemalige Fabrik von Oscar Schindler besucht. Wir hatten eine deutschsprachige Führung, die sehr interessant war, weil man viel über Schindler und die ganze Situation in Krakau zur Zeit des Nationalsozialismus erfahren konnte. Außerdem hat man gemerkt, dass in dieses Museum sehr viel Zeit investiert wurde, was sich wirklich ausgezahlt hat.

Am nächsten Morgen, also am Mittwoch, ging es schon sehr früh los. Um 7:15 Uhr kam unser Busfahrer Arthur und hat uns zum KZ Auschwitz-Stammlager gebracht. Als wir dort ankamen, bekamen wir einen deutschsprachigen Museumsführer, der uns dort alles zeigte.

Ich finde, es sah so aus, als wäre das Stammlager eine eigene „Stadt”, die eingesperrt ist. Es war erschreckend, was die Leute früher den Juden angetan haben und man kann und konnte es nicht verstehen. Wahrscheinlich will man das gar nicht. Nach der Führung sind wir alle erschöpft wieder in unser Hostel gefahren und waren dann am Abend in einem jüdischen Restaurant, in dem das Essen sehr lecker war.

Am Donnerstag, dem 10.11., hatten wir einen Tag, an dem wir das Gesehene etwas in Ruhe verarbeiten konnten. Aber auch an diesem Tag stand einiges auf dem Programm: Am Morgen hatten wir mit einer sehr netten Stadtführerin namens Barbara eine Führung durch das Stadtviertel Kazimierz und die Altstadt. Außerdem haben wir noch die Wawelburg angeschaut und die dazu gehörende Legende gehört. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann es ja mal googeln. Nach der interessanten Stadtführung hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, die manche zum Shoppen oder weiteren Sightseeing genutzt haben. Am Abend haben wir eine polnische Spezialität gegessen: Dies war sozusagen ein Riesenbaguette mit Salami und Käse überbacken. Das nennt man in Polen Zapiekanka.

An unserem letzten Tag sind wir wieder mit Arthur zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gefahren. Dort angekommen war wieder der Mann da, der uns auch am Mittwoch durch das Stammlager geführt hat. Ich fand das Vernichtungslager noch schlimmer als das Stammlager, da es dort wirklich nur um die Vernichtung der Menschen ging und wir genau da hergegangen sind, wo früher die Häftlinge entlang gegangen sind. Wir haben genau den gleichen Weg genommen und das war wirklich in einer ganz bestimmten Art und Weise beängstigend. Als wir auch dort fertig waren, hat uns Arthur direkt zum Bahnhof gebracht, wo wir dann den Bus Richtung Heimat genommen haben. Am Samstag, dem 12.11., kamen wir morgens wieder in Paderborn an und wurden von unseren Eltern abgeholt.

Ich fand diese Exkursion sehr interessant und äußerst informativ. Außerdem war sie in manchen Situationen sehr spaßig, da wir eine tolle Gruppe waren und wir uns alle gut verstanden haben. Es war meiner Meinung auch das richtige, dass nur elf Leute mitfahren durften, so war es alles noch einmal intensiver und wir bekamen mehr mit. Unsere Gruppe findet, dass es sehr schön wäre, wenn dieses Projekt auch weiterhin angeboten wird, denn wir denken, dass die Schüler noch mehr darüber erfahren sollten und auch aus der Zeit lernen können.

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