Das JugendMedienEvent 2016 in Köln

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Foto: Junge Presse e.V.

Von Donnerstag den 17.11.2016 bis Sonntag den 20.11.2016 war in Köln das jährliche JugendMedienEvent der „Jungen Presse NRW“. Björn und Marcel waren für Speektakel dabei.

Am Donnerstag sind wir um 09.38 Uhr mit dem Zug in Paderborn losgefahren. Wir sind überraschenderweise pünktlich um 12.12 Uhr in Köln angekommen. Da wir erst um 15.00 Uhr in der Jugendherberge beim Check-in sein mussten, haben wir unser Gepäck am Bahnhof abgegeben und sind noch ein bisschen in die Stadt gegangen. Um 14.11 Uhr sind wir mit der U-Bahn zur Jugendherberge Köln-Riehl gefahren. Da wir bereits um 14.30 Uhr ankamen, mussten wir noch in der Lobby bis zum Check-in warten. Während wir gewartet haben, trafen wir schon auf bekannte Gesichter vom letzten Seminar. Beim Check in bekamen wir unsere Zimmerschlüssel und konnten unser Gepäck auf unsere Zimmer bringen. Da das erste Programm erst um 18.00 Uhr in der Innenstadt war, fuhren Björn und ich mit ein paar Freunden noch in die Stadt und schauten uns Köln am Abend an.

Um 18.00Uhr begann dann die Eröffnung mit einer Auftaktdiskussion im Cinedome im Mediapark Köln. Als erstes vertieften Florian Sandmann (der Vorsitzende der Junge Presse) und Lisa Steinmann (Mitglied im Landtag, Ausschuß für Kommunalpolitik sowie Kultur und Medien) das Thema „#unterDruck“. Im Anschluss diskutierten Peter Bandermann (Redakteur der RuhrNachrichten), Elmar Mathews (Referent Marketing), Ulrich Papendick (Geschäftsführender Direktor der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft), Celal Cakar (Schüler der Axel Springer Akademie) und die Moderatorin Selina Marx (Reporterin SWR Studio Koblenz) über verschiedene Themen.

Als erstes erzählte Peter Bandermann über seine Arbeit und die Nachteile dieser. Er berichtet seit über 20 Jahren über die Neonazi-Szene in Dortmund. Er wurde des Öfteren bei Demos, vor seiner Haustür, im Internet und noch bei vielen anderen Gelegenheiten seelisch, körperlich und auch persönlich angegriffen. Im Internet wurden persönliche Daten wie seine Adresse, Telefonnummer und vieles mehr unfreiwillig veröffentlicht. Obwohl ebenfalls seine Familie bedroht wurde hat er sich nicht versteckt und schreib weiter über diese Szene. Seiner Meinung nach gibt es keinen Grund mit dem Journalismus aufzuhören.

Elmar Mathews ist dafür verantwortlich, dass es in jedem Kiosk, Discounter, etc. eine große Auswahl an Zeitschriften gibt. Kein Kiosk-Besitzer kann z.B. wegen seiner eigenen politischen Meinung eine Zeitschrift aus dem Angebot nehmen, jeder Kiosk muss eine große Auswahl an Zeitschriften haben.

Ulrich Papendick erzählte uns von einem Schulprojekt namens „Faktenzoom“, das sehr große Folgen hatte, womit die Schüler nie gerechnet hätten. Das Schulprojekt beinhaltete die Untersuchung von Talkshows zur Flüchtlingspolitik. Sie untersuchten die Körpersprache und erstellten anschließend ein Ranking, wer die meisten falschen Aussagen gemacht hat. Im Internet gab es daraufhin viele Hasskommentare, doch es kamen auch Kommentare, bei denen sie sich auf Diskussionen eingelassen haben.

Celal Cakar hatte noch keine Berufserfahrungen zu berichten, trotzdem machte er uns klar, dass der Hass, die Kommentare, und die anderen Nachteile für ihn kein Grund sind nicht den Beruf als Journalisten auszuüben.

Nachdem sich alle vorgestellt hatten und über sich etwas erzählt hatten, fingen sie mit der Diskussion über „Online vs. Print“-Medien an. Sie erklärten, dass die Printausgaben von Tag zu Tag immer weniger gekauft werden, ein großer Grund hierfür sind die „Sozialen Medien“. Jeder kann die aktuellen News kostenlos und jederzeit auf seinem Handy abrufen oder man bekommt sie direkt vorgeschlagen, also warum sollte man noch Printausgaben kaufen? Die Experten kritisieren die Algorithmen, die uns nur die News zeigen, die auf unserem Suchverlauf und unserem Surfverhalten basieren. In Printausgaben bekommen wir hingegen alles und können uns auch eine eigene Meinung zu diesen Themen bilden. Sie erwähnten auch neue Bezahlmöglichkeiten, z.B. Apps, wo man sich Zeitschriften oder einzelne Artikel kaufen kann.

Nach den Diskussionen gab es direkt im Kino Abendessen. Dort konnten wir dann auch ein paar andere Teilnehmer kennenlernen. Es waren welche aus ganz Deutschland dabei, und es war sehr interessant, sich mit ihnen zu unterhalten. Zum Abend hin fuhren wir in kleinen Gruppen mit den Teamern (Betreuer) zur Jugendherberge zurück und legten uns direkt ins Bett zum Schlafen.

Am Freitag gab es ab 07.00 Uhr Frühstück, ab 07.50 Uhr waren die ersten Abfahrten zu den einzelnen Workshops. Björn und ich waren im Römisch-Germanischen Museum. Dort führte uns die stellvertretende Direktorin durch das Museum. Wir sahen unter anderem ein Mosaik, welches noch im Originalzustand war, aber auch viele andere Sachen. Am Ende konnten wir ihr noch Fragen stellen zum Berufsalltag als Archäologe oder zum Museum.

Nachdem Mittagessen im Cinedome gingen wir ungefähr um 14.00 Uhr zu der Redaktion des Musikmagazins Intro. Intro arbeitet mit dem Fußballmagazin 11 Freunde zusammen. Am Anfang hatten wir die Möglichkeit, in die letzte Ausgaben hinein zu schauen. In dem Magazin gibt es viele Bilder, die zum Teil bei eigenen Fotoshootings entstanden sind. Oft wenn ein neues Album herauskommt, weiß Intro schon früher Bescheid. Dann schreiben sie den Künstler an und fragen, ob er mit einem Fotoshooting einverstanden ist. Die Fotos sollen immer zu der Musik passen, wenn es zum Beispiel ein trauriges Album / Lied ist, konzentriert sich der Fotograf darauf, dass das Bild melancholisch und traurig wirkt. Rechtsradikale Musik tolerieren sie nicht und nehmen sie aus dem Grund auch nicht mit ins Programm auf. Wer welchen Song/Musiker oder welches Album nimmt, wird in der Redaktionssitzung besprochen. Zum Ende hin gingen wir noch in das Büro, wo gerade eine Praktikantin ein neues Cover entwarf und jeder konnte sich noch kostenlos ein paar der letzten Ausgaben mitnehmen.

Das Abendessen gab es wieder im Cinedome. Nach dem Essen gingen wir ungefähr um 20.30 Uhr in den Kinofilm „Niemand stirbt für sich allein“. Der Film spielt in der Nazizeit und es handelt sich um ein Paar, welches ihr Kind im Krieg verloren hat und sie sich deswegen gegen den Führer stellt. Sie schreiben auf Postkarten ihre Meinung und verteilten sie an verschiedenen Orten. Als die Karten immer wieder bei der Polizei abgegeben werden, werden sie von der Polizei gesucht. Ob sie erwischt werden, verrate ich euch nicht, dazu solltet ihr euch den Film selber anschauen. Der Kinostart war am 17.11.

Nach dem Film diskutierten Filmkritiker mit uns über den Film. Sie erklärten uns, worauf sie achten, wenn sie eine Kritik schreiben, aber auch dass sie manchmal 5 bis 6 Stunden im Kino sitzen, wenn am Donnerstag die neuen Filme herauskommen. Wir machten dann eine kleine Pause bis der zweite Film anfing.

Der zweite Film "Radio Heimat - Damals war auch scheiße!“ (Kinostart war auch am 17.11.) handelt von vier Jungs aus dem Ruhrgebiet, die in den 80er Jahren leben und alles versuchen, um Mädchen kennenzulernen. Sie melden sich zum Beispiel in einem Tanzkurs an oder versuchen eine Band zu gründen. Im ganzen ist der Film sehr witzig und meiner Meinung nach lohnt es sich, dafür Geld zu bezahlen. Wieder gab es ein Expertengespräch. Bevor wir in die Jugendherberge zurück gefahren sind, konnten wir uns noch für ein Abendprogramm für Samstag eintragen. Leider waren die Plätze schon voll, sodass wir mit vielen anderen in der Jugendherberge bleiben mussten. Diesmal hatten wir Busse und mussten nicht mit der U-Bahn zur Jugendherberge zurück fahren.

Am Samstag gab es erst um 08.00 Uhr Frühstück. Nach dem Frühstück trafen sich wieder die kleinen Gruppen zu den einzelnen Workshops. Björn und ich waren bei Macromedia, dort sind wir in kleine Gruppen in verschiedene Räume mit verschiedenen Aktionen aufgeteilt worden. Zuerst stellten sich alle vor, wo wir her kamen, wie alt wir sind und was wir erwarten. Anschließend bekamen wir eine kleine Einführung in das Thema „Storytelling“. Beim Storytelling geht es darum, wie eine Story in der digitalen Welt aufgebaut sein muss, um nachhaltig Follower zu binden. So eine Story sollte ein bösen Charakter, eben so wie einen lieben, dazu sollte ein Außenstehender dabei sein und ein Charakter, dem wir instinktiv helfen möchten. Zur Hilfe analysierten wir die bekannte Rede von Martin Luther King „I have a Dream“, schauten uns die letzte Weihnachts Werbung von Edeka und ein Video auf Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=Z7dLU6fk9QY) an. Jeder konnte seine Meinung und seine Vermutung, was die Videos bewirken sollen dazu äußern. Bevor es weiter ging hatten wir eine kleine 15-minütige Pause, in der es Donuts und etwas zu trinken gab.

Nach dem wir uns alle gestärkt hatten, gingen wir wieder in unsere Arbeitsgruppen. Dort begannen wir mit der kurzen Einführung in die praktische Arbeit. Unsere Aufgabe war es, uns in drei Gruppen aufzuteilen und dann in den kleinen Gruppen eine Idee zu entwickeln, wie man eine bestimmte Message in einem kurzen Clip, wie zum Beispiel in der Edeka-Werbung oder bei dem Youtube-Clip in der Welt verbreiten kann. Wir mussten zum Beispiel darauf achten, dass der Clip nicht zu lang wird, weil sich keiner einen zehnminütigen Clip im Netz angucken würde.

Wir begannen damit uns eine Message auszudenken. Unsere Message sollte „#wielaecherlich“ sein. Diese Message soll den Leuten, die andere Leute sowohl im echtem Leben als auch im Socialmedia/Internet fertig machen, zeigen, wie lächerlich und unnötig ihr Verhalten ist. Mitten während der Arbeit hatten wir um 13 Uhr Mittagspause. Wir aßen wieder mit allen zusammen, so dass wir uns mit den anderen Gruppen über die verschiedenen Workshops austauschen konnten.

Direkt nach dem Essen fingen wir sofort wieder mit unserer Arbeit an. Wir erstellten mehrere kleinere Clips in unserer Gruppe. Alle mit einer eigenen Message, aber trotzdem passten alle zu unserer Hauptmessage #wielaecherlich. Als alle Gruppen fertig waren, stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. Alle Ergebnisse waren super und alle hätten wir gerne verfilmt, nur leider war der Workshop schon fast vorbei. Als letztes konnte jeder noch sein Feedback, aber auch Verbesserungsvorschläge zu dem Workshop abgeben.

Für das Abendessen gingen wir wieder ins Cinedome. Wieder konnten wir uns mit den anderen Teilnehmern über die verschiedenen Workshops unterhalten. Es waren sehr viele interessante Workshops dabei, an denen wir auch gerne teilgenommen hätten. Während des Essens verließen uns die ersten Teilnehmer, weil sie sich zum Theater eingetragen hatten und sie pünktlich da sein mussten. 30 Minuten später verließen uns auch die Leute ,die zur Nachtwächtertour aufbrachen. Leider waren die Plätze für beide Angebote nur begrenzt, sodass Björn und ich mit vielen anderen in der Jugendherberge geblieben sind. Dort wurde in einem großen Raum für uns eine Playstation4 mit Fifa, eine Playstation mit Singstar, eine Wii mit verschiedenen Spielen und viele Gemeinschaftsspiele aufgebaut. Die Nacht wurde sehr lang, die meisten gingen erst um ca. 02.00 Uhr ins Bett, obwohl wir am nächsten Morgen bereits um 7.30 Uhr aufstehen mussten.

Der Sonntag begann damit, dass wir unsere Koffer packten und die Zimmerschlüssel abgaben. Unsere Koffer wurden in zwei große Transporter gebracht, die nachher zum Messegebäude im Media Park fuhren. Bevor wir in den ersten kleinen Gruppen zur U-Bahn gegangen sind, hatten wir alle noch die Möglichkeit etwas zu frühstücken. Als die ersten bei der U-Bahn Station angekommen waren und wir geschätzt 15 Minuten gewartet haben, und es keine Bahn kam, entschieden die Teamer, dass wir zum Media Park laufen. Der war zum Glück nicht ganz so weit entfernt. Zum Stärken gab es wieder Donuts, Kaffee und Tee.

In dem großen Forum waren mehrere Stände zu verschiedenen Themen aufgebaut. Man konnte sich unter andern über Berufe, bestimmte Schulen, weiteren Aktionen und vielem mehr informieren. Ab 10.30 Uhr begann die Open-Space-Diskussion. Hier wurden von den Teilnehmern Themen, die sie interessieren, auf ein Plakat aufgeschrieben. Als klar war, wer sich für welches Thema interessiert, wurden die Räume zugeteilt. In den Räumen trafen sich dann die Interessenten für die jeweiligen Themen. In den kleinen Gruppen wurden dann die einzelne Themen, wie zum Beispiel „Was hat der Journalismus falsch gemacht?“ „Zukunft Online- / Printmedien ?“ etc. diskutiert. Wir haben uns sehr für das Thema „Zukunft Online-/Printmedien“ interessiert, schließlich sind wir ja eine Online-Schülerzeitung. Es war interessant die Meinung von anderen zu diesen Thema zu hören: Manche waren der Meinung, dass die Printmedien “aussterben“ würden, andere wiederum hatten die Idee, dass es nur noch wenige große Zeitungen mit verschiedenen Lokalteilen geben wird. Bei der ganzen Diskussion haben wir vergessen, ein Plakat herzustellen. Als die Diskussionszeit vorbei war, trafen wir uns wieder im Versammlungsraum, wo jede Gruppe ihr Thema plus ihre Ergebnisse vortrug. Die Ergebnisse waren sehr toll und interessant selbst die Teamer waren teilweise überrascht, was und wie intensiv alles diskutiert wurde.

Leider war es auch schon die letzte Aktion vom Jugend Medien Event 2016, wir schauten im Anschluss noch den Film zum Jugendmedienevent 2016, an dem die Teamer bis zum Schluss arbeiteten. Selbst die Open-Space-Diskussion war schon mit im Video.

Zum Abschied bekam jeder noch ein Lunchpaket und wir konnten unser Gepäck aus den Bullis holen. Björn und ich verabschiedeten uns noch von allen, bis wir um 15.50 Uhr in unseren Zug einsteigen mussten. Wir kamen um ca. 18.40 Uhr in Paderborn an.

Meiner Meinung nach war das Event total super, ich konnte viel dazu lernen, aber auch viele neue Leute kennenlernen. Die Teamer waren total nett und witzig. Am Schluss noch mal ein persönliches Dankeschön und meinen Respekt an das Team der Jungen Presse. Das Team hat das ganze Event total super gemanagt, und sie haben das alles ehrenamtlich gemacht. Danke dafür!

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