Das Auslandspraktikum in Spanien

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In der Woche vom 5.11-12.11 dürfte eine Gruppe von 5 Schülern und 3 Lehrern zum ersten Mal nach Spanien reisen. Wir Schüler haben ein Auslandspraktikum in drei verschiedenen Berufsbereichen gemacht, die Lehrer hatten in der Zeit mit dem Projekt „Inspiring studies and future careers” zu tun.

Unsere Reise startete am 5.11 um 5.15 Uhr von der Schule. Von dort aus ging es dann zum Flughafen Düsseldorf. Dort angekommen, haben wir unsere Koffer abgeben und die Sicherheitskontrolle passiert. Unser Flug ging dann um 9.15 Uhr nach Alicante. Nach ca. 2 ½ Stunden Flug waren wir auch schon auf spanischem Boden. Nachdem wir unsere Koffer bekommen haben, ging es mit einem Bus weiter nach Roldán. In Roldán wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Ich fuhr mit meiner Gastfamilie zu ihrem Haus, dort wurde mir erst einmal alles gezeigt. Um 14.30 Uhr gab es Mittagessen. Bei mir gab es eine Tortilla und Suppe.

Nach dem Essen konnte ich mich erst einmal von der Hinreise erholen und auch meine Sachen auspacken. Um 17.00 Uhr trafen mein Austauschschüler und ich uns mit den anderen Schülern an der Schule der Spanier. Von da aus sind wir in einen Park gegangen und haben uns ein bisschen unterhalten und viel gelacht. Um 21.00 Uhr gab es dann Abendessen. Eine halbe Stunde später sind mein Austauschschüler und ich wieder raus gegangen, um seine Freunde zu treffen. Um 24 Uhr war dann für mich der erste Tag vorbei.

Am 6.11 gab es morgens um 8.00 Uhr Frühstück. Kurze Zeit später ging es dann los in Richtung Meer. Dort hatte als erstes mein Austauschschüler ein Handballspiel. Danach ging es schon direkt zum Meer. Da sind wir ein bisschen am Strand entlang gegangen und haben eine Pizza zum Mittag gegessen. Danach ging es zu einem Shopping Center. Gegen 17.00 Uhr haben wir uns auf den Weg zurück nach Roldán gemacht. Bis 21.00 Uhr haben wir noch Gesellschaftsspiele gespielt. Um 21.00 Uhr gab es dann Abendbrot. Um 23.00 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen.

Am 7.11, meinem ersten Praktikumstag, startete der Tag um 7.45 Uhr mit einem Frühstück. Um 8.40 Uhr bin ich dann mit der Mutter meines Austauschschülers zur Vorschule gefahren. Dort habe ich dann meine Bewerbung abgeben und wurde dem Kollegium vorgestellt. An diesem Tag bin ich mit zu den 5-jährigen gegangen. Die Kinder stellen sich um 9.00 Uhr, zu Schulbeginn, in einer Reihe vor dem Klassenraum auf und geben ihre Hausaufgabenmappe der Lehrerin, der Rucksack mit dem Frühstück und Trinken kommt in eine große Box und die Jacken werden aufgehängt, Stühle werden herunter gestellt und dann setzten sich die Kinder in einem Halbkreis um die Tafel. Dann wird eine Art Klassensprecher für einen Tag ausgewählt, der dann jeden begrüßen muss. Danach werden alle Jungen und alle Mädchen gezählt, das dient als kleine Rechenaufgabe. Nun wurde an dem Whiteboard eine Schreibübung vorgemacht, die die Schüler hinterher in ihrem Buch selber machen mussten. Bei dieser Übung habe ich die fertigen Aufgaben mit kontrolliert und geholfen. Nach der Stunde folgte der Englischunterricht. In der Englischstunde haben die Schüler verschiedene Gegenstände auf Bildern bekommen. Ich durfte mich dann vor die Klasse stellen und fragen: „Can I have the apple, please?“ Und der Schüler der den Apfel hatte, hat ihn mir gebracht und gesagt: “Here you are.“. Das ging dann die ganze Stunde lang.

Nach der Englischstunde wurde gefrühstückt. Jeder Schüler hat seinen Snack gegessen und danach ging es in eine 45 min Pause. Die Pause habe ich zusammen mit Thaddäus draußen auf dem Pausenhof verbracht. In der Pause habe ich den Schülern die Schuhe oder Jacke zugemacht. Nach den 45 Minuten ging es wieder zurück in den Klassenraum. Dort wurden erst Babytücher verteilt, damit die Schüler sich die Hände „waschen“ können. Danach wurden Skelette ausgestochen, die ich dann gemeinsam mit ihnen zusammengesteckt habe. Um 14.00 Uhr war dann der Schultag vorbei. Jeder Schüler wurde von den Eltern abgeholt. Um kurz nach 14 Uhr ging es dann zurück zum Haus meiner Gastfamilie. Dort gab es dann Mittagessen.

Nach dem Mittagessen habe ich mit meinem Austauschschüler und seinem Bruder FIFA gespielt. Am Abend sind wir noch mit Freunden durch Roldán gegangen bis es ein großes Abendessen in einem Restaurant mit allen Lehrern, Gastfamilien und Schülern. Der Abend war dann gegen 23 Uhr zu Ende.

Am 8.11, dem zweiten Praktikumstag, ging es wie am Tag zuvor um 8.40 Uhr zur Vorschule. Dieses Mal war ich bei den 4-jährigen. Bei denen startet der Unterricht genauso wie bei den 5- jährigen. Die Schüler haben nach der Begrüßung eine Übung bekommen, heute mussten sie die „vier“ an der Tafel nachschreiben. Dazu haben die Schüler ein Arbeitsblatt bekommen, bei dem sie die „vier“ nachmalen mussten. Nach der Übung wurde gefrühstückt. Danach ging es in die 45 Minuten Pause. In der Pause wurden Thaddäus und ich von den Kindern umzingelt. Sie haben sich alle mit uns auf eine Bank gesetzt oder sich um uns herum gesetzt. Nach der Pause sind vier Schüler zum Religionsunterricht gegangen und der Rest hat gespielt. Um 14.00 Uhr wurden die Schüler wieder abgeholt und ich bin mit meiner Gastmutter zum Haus gefahren. So wie sonst auch gab es um halb drei Mittagessen. Nach dem Essen habe ich mich noch ausgeruht und kurze Zeit später bin ich mit meiner Gastfamilie nach Murcia gefahren. In Murcia haben wir uns die Kathedrale, das Rathaus, und den Rest der Innenstadt angeguckt. Nachdem wir noch was zum Abend gegessen haben, ging es auch schon zurück nach Roldán. Am Abend haben wir dann noch ein bisschen gezockt und sind dann auch ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen ging es genauso los wie die Tage davor. Doch dieses Mal war ich bei den 3-jährigen. Bei denen ist es so, dass sie morgens auch Lieder singen, doch dazu läuft gleichzeitig ein Video, damit es für sie einfacher ist. Nach dem Singen gab es eine Übung zu Niños und Niñas (Jungen und Mädchen). Dabei mussten die Schüler sagen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Danach gab es für jeden ein Arbeitsblatt, auf dem sie, je nach dem welches Geschlecht sie haben, den Jungen oder das Mädchen ausmalen sollten. Nach der Aufgabe wurde gefrühstückt und danach ging es in die Pause, die ich wieder mit Thaddäus zusammen draußen auf dem Pausenhof verbracht habe. Nach der Pause gab es eine „Sportstunde“. In dieser wurde immer ein Ball geworfen und die Schüler mussten den Ball wiederholen. Danach mussten sie von Ring zu Ring springen, über eine Bank hinüber, dann darunter her und zurück laufen. Nach der Stunde ging es in den Schulgarten, indem haben wir mit den Schülern Bohnen gepflanzt. Zurück im Klassenraum durfte ich eine Geschichte vorlesen. Um 14.00 Uhr war dann auch schon wieder Schluss. Wie sonst auch bin ich mit meiner Gastmutter zurück gefahren. Am Haus angekommen gab es kurze Zeit später auch schon Mittagessen.Den Rest des Tages habe ich damit verbracht, mich auszuruhen oder zu zocken. Um 21.00 Uhr gab es wieder Abendbrot und zwei Stunden später war es auch schon Zeit ins Bett zu gehen.

Am 10.11. startete der Tag wie zuvor auch, doch dieses Mal war ich wieder bei den 5-jährigen, wie am ersten Tag. Der Unterricht begann wie auch beim ersten Mal. Danach wurde das Schreibschrift „s“ gelernt. Während die Schüler in ihren Heften Übungen gemacht haben, habe ich zusammen mit Thaddäus eine Hexe mit Wachsmalstiften ausgemalt. Als wir damit fertig waren, habe ich geholfen die Übungen zu korrigieren und zu helfen. Dann gab es Frühstück und danach startete schon die Pause. Nach der Pause habe ich immer mit zwei Schülern die Hexe vollständig ausgemalt und hinterher ausgeschnitten und aufgehängt. Danach gab es eine Mathestunde. Hierbei mussten die Schüler Dreiecke, Vierecke und Kreise zusammenrechnen. Nach der Aufgabe gab es ein Bild, bei dem sie beispielsweise die Teller, Löffel und Töpfe zählen mussten und das Ergebnis aufschreiben mussten.

Kurz vor Schulschluss wurde dann noch ein Klassenfoto gemacht. Um 14.00 Uhr war dann mein vorletzter Tag vorbei. An diesem Tag sind wir nach dem Mittagessen nach Cartagena gefahren. Dort ist meine Gastfamilie mit mir in ein Museum gegangen, indem man ein altes römisches Theater besichtigen kann. Danach sind wir noch durch die Stadt gegangen und waren ein bisschen am Strand. Gegen 20.00 Uhr ging es dann wieder zurück nach Roldán. Der Abend endete wie die Abenden zuvor auch.

Am nächsten Morgen, meinem letzten Praktikumstag, war ich wieder bei den 5-jährigen, dieses Mal wurde nach der morgendlichen Begrüßung und dem Singen wieder Mathe geübt. Heute mussten die Schüler 5 Blumen in drei verschiedenen Farben ausmalen und die Rechnung aufschreiben. Danach gab es eine Sportstunde in der Sporthalle. Da mussten die Schüler erst einmal eine Runde laufen, dann gab es für drei Schüler jeweils einen Ring und zwei sind mit dem Ring gelaufen und die dritte Person musst den Ring festhalten. Nach der Stunde wurde gefrühstückt und dann ging es in die Pause. Nach der Pause hat jeder Schüler eine Hexe zum ausmalen bekommen. Diese musste dann in den entsprechenden Farben ausgemalt  und dann beschriftet werden. Kurz vor Schulschluss habe ich noch eine Karte mit allen Unterschriften der Schüler und das Klassenfoto vom Vortag bekommen. Jeder Schüler hat mich zum Abschluss noch umarmt und wurde dann auch abgeholt. Nach dem Schulschluss bin ich zur Schule vom meinem Austauschschüler gegangen, da wir in der Schule mit allen anderen zu Mittag gegessen haben. Nach dem Essen ging es dann mit den Austauschschülern, Lehrern und anderen Jungen und Mädchen ans Meer. Dort haben wir dann noch Fotos gemacht und uns unterhalten. Am Abend, auch wenn Freitag war, ging es schon um 23.00 Uhr ins Bett, da wir am nächsten Tag schon um neun Uhr abreisen mussten. Am Abreisetag wie schon erwähnt mussten wir um 9.00 Uhr am Treffpunkt sein um mit dem Bus nach Alicante zu fahren. Vo da aus ging unser Flug um 13.35 Uhr. Zwei Stunden später hatten wir dann auch wieder deutschen Boden unter den Füßen. Um 18.40 Uhr waren wir wieder in Paderborn.

Ich fand die Reise nach Spanien sehr gut und auch spannend. Die Reise hat mir sehr viel Spaß bereitet und war auch aufregend, denn Spanien ist ganz anders als Deutschland: das Schulsystem, das Essen und auch das Alltagsleben. Das merkt man allein schon an den Essenszeiten und daran, dass wir in Deutschland bis sechs in den Kindergarten gehen und nicht anfangen Mathe oder Englisch zu lernen. Zusammengefasst hat sich die Reisen nach Spanien total gelohnt.

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