Marvin Bakalorz im Interview - über Abstiegskampf, Renè Müller und Vorbilder

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Mit freundlicher Genehmigung des SC Paderborn 07
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Marvin Bakalorz ist der Mannschaftskapitän und einer der Köpfe des SC Paderborn 07. Kurz vor dem möglicherweise entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt bei 1860 München haben wir ihn exklusiv zur Situation innerhalb des Teams und seiner Person befragt:

Wie bewerten Sie das letzte Spiel des SC Paderborn, in welchem man unserer Meinung nach dem Tabellenführer ebenbürtig war?
Wir haben dem Spitzenreiter einen großen Fight geliefert und hatten mindestens einen Punkt verdient. Unsere volle Konzentration gilt aber jetzt der nächsten Aufgabe bei 1860 München, wir geben alles für den Klassenerhalt.

Welchen Eindruck haben Sie vom neuen Trainer René Müller?
Er hat als ehemaliger Profi in Paderborn schnell einen guten Draht zu den Spielern aufgebaut. Sein Training und seine Ansprachen tun der Mannschaft gut. Jetzt gilt es, diese Vorgaben auch in den verbleibenden Spielen umzusetzen.


Welchen Anteil trägt er an dem momentanen Leitungen der Mannschaft, die ja wesentlich besser sind als vor seinem Amtsantritt?

Sportlicher Erfolg ist immer ein Gemeinschaftsergebnis. In der Endphase der Saison sind wir Mannschaft zusammen mit dem Trainerteam noch enger zusammengerückt, wir wollen gemeinsam mit den Fans erfolgreich sein.

Wo muss sich die Mannschaft ihrer Meinung nach noch verbessern?
Es fehlt häufig nur ein bisschen mehr Glück, um in den Spielen als Sieger vom Platz zu gehen. Wir wollen dieses Glück jetzt auch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erzwingen.

Was ist Ihre Aufgabe als Mannschaftskapitän?
In der jetzigen Situation sind alle Spieler gefragt. Als Kapitän gehe ich gerne voran und übernehme auch verbal Verantwortung auf dem Platz. Außerhalb des Platzes geht es mir darum, dass wir als Einheit geschlossen auftreten und den Verein positiv vertreten.

Wie viel bedeutet Ihnen Ihr Amt als Mannschaftskapitän?
Generell übernehme ich gern Verantwortung. Als man mit vor der Saison das Amt als Kapitän zugetragen hat, habe ich keinen Moment gezögert. Es war zwar nicht immer leicht in dieser Saison, aber ich habe es keinen Moment bereut.

Warum sind Sie 2014 von Frankfurt ausgerechnet nach Paderborn gewechselt?
In Frankfurt und zuvor auch in Dortmund habe ich keine so große Rolle gespielt. Da erschien es mir sinnvoller, den Weg nach Paderborn einzuschlagen. Im Nachhinein war der Wechsel absolut richtig, ich konnte endlich wieder regelmäßig spielen.

2012, als Borussia Dortmund Deutscher Meister und Pokalsieger wurde, waren Sie im Kader, haben aber keinen Einsatz verbuchen können. Wie viel bedeuten Ihnen diese Titel?
Ich fühle mich schon als Deutscher Meister, da auch wie Ersatzspieler unseren Beitrag zum Titelgewinn geleistet haben. Aber der Aufstieg mit dem SC Paderborn 07 in die Bundesliga war ein viel emotionaler und großartiger Moment.

War das der schönste Moment in Ihrer Karriere?
Aus heutiger Sicht der Aufstieg in Paderborn. Uns hat niemand diesen Erfolg zugetraut. Wir haben eine unglaubliche Teamleistung gezeigt und sind verdient aufgestiegen.

Sie sind im Münsterland aufgewachsen. Wie kommen Sie als Münsterländer mit der ostwestfälischen Mentalität klar?
In Paderborn fühle ich mich sehr wohl. Vom ersten Training an bin ich von der Mannschaft sehr gut aufgenommen worden. Auch die Mitarbeiter des Vereins und die Fans haben mir den Einstieg in Paderborn sehr leicht gemacht.

Wie waren Sie in der Schule?
Meine Leistungen waren eher mittelmäßig, ich habe ich aber ganz gut durchgekämpft.

Welche Fächer waren Ihre Lieblingsfächer?
Am liebsten habe ich mich in der Schule mit Geschichte beschäftigt. Insbesondere die deutsche Geschichte hat mich sehr interessiert.

Ihr Vater war auch Profifußballer und spielte auch im Mittelfeld, damals unter anderem bei Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach. Er war ja auch erfolgreich, unter anderem hat er in den Jahren 1987 und 1988 dreimal für die deutsche Olympiaauswahl gespielt. Welche Rolle spielte Ihr Vater in ihrer Karriere? Ist er ein Vorbild für Sie?
Ein Vorbild nicht direkt, da er eine andere Position gespielt hat als ich. Aber er hat zum Gelingen meiner Karriere viel beigetragen. Noch heute tausche ich mich nach jedem Spiel mit ihm aus und nehme seinen Rat gern an.

Wohnen Sie in Paderborn? Wenn ja, wie gefällt Ihnen die Stadt?
Paderborn ist eine schöne und überschaubare Stadt. Ich mag es, wenn es nicht so anonym zugeht. Insofern entsprechen die Größe und der Charakter der Stadt durchaus meinen Vorstellungen.

Haben Sie Familie?
Seit dem Jahr 2015 bin ich verheiratet. Kinder sind irgendwann auch geplant, aber aktuell noch kein Thema.

Was hätten Sie gemacht, wenn Sie nicht Fußballprofi geworden wären?
Diese Frage hat sich für mich nie gestellt, weil mein Berufswunsch früh festgelegt war.


Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg für das Spiel am Samstag.

Kommentare   

#1 Denise 2016-12-19 13:02
:lol: Diese Fragen haben mir echt geholfen andere Fragen für ein Interview zu machen dankeschön :-* :P :roll: :D :-) ;-)

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Musikgeschmack, Lieblingslied und Lieblingsalbum

 

Bei der Umfrage kam raus, dass die meisten Schülerinnen und Schüler Deutschrap hören.

Viele Blackberry sky, Yapma, Mamacita,Ferrari, Aleen oder Standart. Einige hören aber auch englische Lieder wie Pillow talk oder Thotiana.

Bei den Musikrichtungen ist es sehr vielfältig. Die Schülerinnen und Schüler hören englische Musik, traurige Musik, Rap, Pop und Hip Hop.

Die Lieblingsalben sind: Ya Hero Ya Mero, Hoodie season, The Album, 17 und Free 6lack. 

 

 

 

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