Das große MC Fitti - Interview

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Am 3. Juni hatten wir das Glück und konnten MC Fitti für ein Interview gewinnen. Während die Zuschauer in Scharen zum Uni-Festival strömten, saßen wir im Backstage-Bereich und trafen einen gut aufgelegten und entspannten MC Fitti, sowie seinen Bandkollegen Zwegatmann.


Auf welche Schule bist du damals gegangen?
Das waren ein paar. Erst die Grundschule, dann kam die Orientierungsstufe und dann die Realschule.

Und wie fandest du Schule?
Doof. Ich fand Schule grundsätzlich doof, aber hat trotzdem auch Spaß gemacht. Ich hatte so Fächer wie Kunst, die haben mir richtig Spaß gemacht. Auch Mathe hat mir Spaß gemacht, auch wenn ich das heute gar nicht mehr glauben kann, und auch Technik und Textil. Die anderen haben mir nicht soviel Spaß gemacht, da hatte man auch oft keinen Bock, aber: Durchgezogen!

Wie waren deine Noten?

Durchschnittlich, ich war jetzt kein Musterschüler, aber ich war auch nicht der superschlechte. Ich hab mich eher so im Mittelfeld durchgeschlagen. Immer noch grad so geschafft alles.

 

Was fandest du an deinen Lehrer immer besonders gut / schlecht?

Ich fand einerseits gut, dass sie mir Wissen vermittelt haben und mir Sachen erklären konnten. Schlecht fand ich dann aber auch, die meisten waren noch so auf „Old school“ getrimmt, also haben zum Beispiel mit dem Schlüsselbund geworfen oder haben herumgeschrien oder man musste sich in die Ecke stellen. Das war natürlich nicht so klasse. Daher finde ich gut, dass das heute nicht mehr so ist.

 

Was möchtest du unseren Schülern mit auf den Weg geben?

Immer aufpassen, immer versuchen mitzumachen und nicht so ablenken lassen. Auch das Handy mal weglegen. Das war mein Vorteil, da gab es noch keine Handys, als ich in der Schule war. Da konnte man sich dann mehr auf den Unterricht konzentrieren. Wenn man sich damals nicht konzentrieren konnte, dann hat man halt mal gemalt, so bin ich auch zum Graffiti gekommen. Aber ich glaube jetzt mit den Handys, das ist schon ziemlich schlimm in der Schule. Immer youtube, immer chatti chatti. Also immer Handy weg! Aufpassen! So `nen bisschen Blödsinn machen, das ist ja okay, aber bloß nicht Schule abbrechen.

 

Wie bist du dazu gekommen, Musiker zu werden?

Das war Zufall, ich wollte eigentlich Kunst machen. Ich wollte eigentlich eine Ausstellung machen und in dieser Ausstellung wollte ich eine CD von mir ausstellen. Dann fanden viele Leute die Musik gut und jetzt mache ich erst Ende des Jahres die Ausstellung.

 

Woher nimmst du die Inspiration für neue Lieder?

Aus dem Alltag. Der Wecker klingelt morgens und irgendwas passiert dann schon. Auf dem Weg oder zur Arbeit, da passiert immer irgendwas. Oder man könnte jetzt auch einen Song über dieses Interview machen. Einfach das, worauf man Bock hat.

 

Hast du Vorbilder?

Vorbild ist natürlich der Schauspieler Lee Majors. Der war in „Ein Colt für alle Fälle“, von früher, ein Kopfgeldjäger und der ist immer mit einem Geländewagen herum gefahren. Der war einfach immer der Coolste. Dann war auch immer ein Vorbild K.I.T.T., das Auto von Knight Rider, weil der supercoole Sachen konnte, wie springen. Und dann halt die Klassiker halt: Power Ranger, Sonic, Mario und sowas halt. Aber ich war eher Mario als Luigi. Mario war mehr so der Handwerker, und Luigi war Pizzabäcker, das war nicht so meins. 

 

Wie ist das Gefühl, auf der Bühne zu stehen?

Das ist echt großartig. Es ist aufregend, kurz vorher ist es immer aufregendsten. Dann stehst du da und denkst dir: „Was passiert jetzt?“ Und auf der Bühne machst du das, was dir gefällt und du kriegst dann auch was vom Publikum zurück, das ist ein cooler Austausch, so ein Geben und Nehmen. Irgendwann geht die Aufregung dann weg auf der Bühne, und es läuft dann. Und das ist klasse. Außerdem erlebt man eine Menge, auch drumherum dann.

 

Was sagen deine Freunde und deine Familie dazu?

Die freut das riesig. Und die freuen sich dann, wenn ich auch mal ein Merchandise-Paket schicke, mit Sachen von mir. Viele meiner Freunde haben das auch genutzt und ihren eigenen Zweig gegründet und machen Mixtapes und legen Platten auf, sowie Zwegatmann. Andere machen Quatsch in Videos oder auch ein bisschen Musik.

 

Verbringt man als Solo-Musiker auch viel Zeit mit anderen Musikern?

Manchmal sitzt man zusammen und unterhält sich und trifft sich dann auch. Dann gibt es auch Kollaborationen, so dass man zusammen einen Song macht.

 

Was sind deine nächsten Ziele?

Mein nächstes Ziel ist es, eine Ausstellung zu machen. Eine Kunstausstellung, ganz klassisch, die wird bald irgendwann kommen. Das wollte ich ja eigentlich schon immer machen. Schon für mein inneres Gleichgewicht, nicht dass irgendwann vorne rüberkippe. Das muss man, ist ja auch logisch, denn man braucht immer auch einen Ausgleich. Ying und Yang.

 

Wie läuft es hinter der Bühne ab?

Das ist sehr unterschiedlich, das ist von da stehen und langweilen bis Mega-Stress und alle sind am hin- und herflitzen, aber es ist immer eine coole Atmosphäre. Man versteht sich ja auch echt gut, meistens, und dann kennen sich alle untereinander und dann ist das viel Gequatsche, Gelache und das ist immer sehr interessant. Es ist auch irgendwie immer ein Rückbild von dem, was du vorne siehst. Da hört man dann auch die Musik von vorne auf der Bühne und die Leute gehen ab.

Wir spielen auch oft Tischtennis, aber immer kann man die Platte nicht mitschleppen. Oder wir sitzen hier und machen Flaschendrehen und auf den die Flasche zeigt, der muss irgendwelchen Blödsinn machen. Wir malen auch viel und haben unsere Zeichenbücher dabei und zeichnen da viel rein. Oder wir gehen einfach draußen herum und geniessen die Zeit. Man hat ja viel Wartezeit und wir nehmen uns jedes Mal vor, auch was Vernünftiges in dieser Zeit zu machen, Emails beantworten und sowas, oder noch ein Plakat machen für eine Veranstaltung, aber da kommst du nicht zu, weil du die ganze Zeit quatscht.

 

Wie läuft das Aufnehmen und Produzieren eines Songs ab?

Das ist ganz unterschiedlich. Jeder hat meist schon eine Idee vorher und knallt die dann dahin oder man hat einen Beat schon und verknüpft das dann mit den Ideen. Oder man hat gar keinen Beat und gar keine Ideen und setzt sich dann einfach hin und wird kreativ und guckt was so passiert. Das gibt bei mir also immer unterschiedliche Herangehensweisen. Also ich finde immer am besten, wenn sich einfach trifft, mit Produzenten oder anderen Musikern und hat noch gar keine richtige Ahnung, was herauskommen soll. Denn dann kommt meistens etwas unverhofftes und gutes dabei heraus. Man weiß vorher nicht, was und wie es wird und am Ende bist du selbst überrascht und freust dich. Wenn du nämlich vorher schon eine Idee hast, dann ist es ganz schön schwierig, dass genauso umzusetzen, dass auch das Gefühl, dass du bei dieser Idee hast, mit rüberkommt. Wenn es funktioniert, ist es klasse, aber du wirst halt relativ oft auch enttäuscht und denkst dir dann: „ Oh Scheiße, jetzt ist das nichts geworden!“

 

 

Was bedeuten dir deine Fans?

Sehr viel. Das macht total Spaß mit den Fans abzufeiern. Wir reden auch recht oft über die Fans, weil die einfach einzigartig sind. Das sagt natürlich jeder über seine eigenen Fans, aber wir finden, die sind alle so unterschiedlich, von jung bis alt, von Schüler, Studenten bis Handwerker, Hip-Hop-Leute, Rocker, Punker, alle schon da gehabt. Aber die sind alle irgendwie locker und nicht so eingefahren. Es gibt ja die, die sind so engstirnig und sagen: „ Das ist meine Musik und nichts anderes darf es sein.“ Aber bei unseren Fans ist das komplett so locker: „Komm wir machen uns mal eine schöne Zeit und können auch mal andere Musikrichtungen hören. Hauptsache Spaß!“ Und das sind unsere Fans und das ist einfach megageil, dass es die gibt und dass die so sind.

 

Wie sah deine Kindheit aus? Warst du schon immer so musikbegeistert?

Nein, ich hab sonst eigentlich immer viel gemalt, dann hab ich mich viel mit Freunden getroffen und gecornered, also einfach abgehangen, dann hab ich noch eine Ausbildung gemacht, also eine ehrliche, stabile Handwerksausbildung und dann hab ich gemalt, geborener, dann hab ch wieder gemalt und auch viel gearbeitet. Ich habe Kulissenbau gemacht, bei Filmen, denn man muss sich ja auch ein bisschen finanzieren. Ach so, Kindheit war das ja. Als Kind habe ich ganz viel mit Lego gespielt, und habe mir dann immer aus Lego so Colt-Seavers-Autos gebaut und Geländewagen auch und habe dann immer gespielt, ich wäre Kopfgeldjäger. Oder ich habe so getan draußen, als ob ich K.I.T.T. habe und funke den dann immer so an mit meiner Uhr. Und diesen einen Ranger habe ich auch immer abgefeiert, so mit Spielfiguren, wie hieß der denn nochmal? Und natürlich habe ich auch He-Man und sowas gehabt. Ich weiß es wieder: Der Ranger hieß Marshall Bravestarr, man den fand ich auch echt ganz cool. Mit dem war ich immer unterwegs. Und dann habe ich mit ihm die Bösen gefangen. Und als Kind habe ich immer getunte Autos angeguckt, die fand ich immer voll geil, wenn die liefergelegt waren und so dicke Felgen hatten. Außerdem hatte ich auch eine Mofa. Schön mit 25 km/h.

 

Was möchtest du mit deiner Musik ausdrücken?

Ich möchte einfach Sachen machen, die einem Spaß machen und die dann andere auch noch zum Spaß animieren und denen auch gut tun. Also eigentlich Spaß, mir ist das natürlich schon Ernst auch, aber der Spaß ist das wichtigste. Fun, good Vibes, also so ein bisschen so wie Bob Marley bin ich.

 

Hast du schon irgendetwas von der Stadt Paderborn gesehen?

Ja! Ich hab schon die Paderquellen gesehen und ich war mit einem Kumpel schon mal etwas außerhalb bei einem Griechen essen, da haben wir Bifteki gegessen, Hotels hab ich hier auch schon ein paar gesehen, am Bahnhof war ich noch nicht, aber ich war schon in diesem einen Laden, Boom bap Paderborn, da kann man Klamotten kaufen und dann war ich schon mal im Resi und natürlich kenne ich hier die Landstraßen drumherum und die ganzen Abkürzungen.

 

Wirst du oft von Fans erkannt?

Ja, oft.

 

Und wie reagierst du dann?

„Ich bin das nicht!“ sage ich dann immer. Ne, wir quatschen dann und wenn ich es nicht eilig habe, quatsche ich auch gern ein paar Sekündchen länger und dann sagen wir „Tschüß, war nett!“ und dann gehts weiter.

 

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Ausgefragt: Die Frage der Woche!

Musikgeschmack, Lieblingslied und Lieblingsalbum

 

Bei der Umfrage kam raus, dass die meisten Schülerinnen und Schüler Deutschrap hören.

Viele Blackberry sky, Yapma, Mamacita,Ferrari, Aleen oder Standart. Einige hören aber auch englische Lieder wie Pillow talk oder Thotiana.

Bei den Musikrichtungen ist es sehr vielfältig. Die Schülerinnen und Schüler hören englische Musik, traurige Musik, Rap, Pop und Hip Hop.

Die Lieblingsalben sind: Ya Hero Ya Mero, Hoodie season, The Album, 17 und Free 6lack. 

 

 

 

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