Immer ein offenes Ohr haben - Vertrauenslehrerin Frau Pantel im Interview

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Vor etwa drei Wochen haben unserer Klassensprecherinnen und Klassensprecher sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufe eine neue Schülervertretung und neue Vertrauenslehrer gewählt. Neben Herrn Zappatore und Herrn Braun wurde Frau Pantel zur Vertrauenslehrerin ernannt, Speektakel hat sie aus diesem Anlass zu den Vorstellungen über ihr neues Amt und zu ihren Vorsätzen befragt.

Speektakel: Was ist eigentlich ein Vertrauenslehrer?
Frau Pantel: Nun ja, ein Vertrauenslehrer ist eine Art Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler, die sich bereit erklären, sich im Schülerrat für die Schule und vor allem für die Interessen der Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Man ist also eine Art Bindeglied zwischen den Schülervertretern und anderen Personen in der Schule, weshalb er oder sie auch an den Sitzungen des Schülerrats teilnehmen darf. Darüber hinaus ist der Vertrauenslehrer eine Person, die möglichst neutral beraten und vermitteln kann in schwierigen Situationen. Ein Vertrauenslehrer sollte in den Pausen und auch nach der Schule ein offenes Ohr für Schülerinnen und Schüler mit den verschiedensten Problemen haben. Das Gute daran ist, dass ein Vertrauenslehrer einer Schweigepflicht unterliegt.

Speektakel: Wie wird man Vertrauenslehrer?
Frau Pantel: Sicherlich ist euch schon einmal aufgefallen, dass eure Klassensprecher und deren Vertreter zu Anfang des Schuljahres einmal ins Schülercafé kommen sollen. Das ist der Termin, an dem die Vertrauenslehrer demokratisch gewählt werden. Anschließend geht Herr Schlegel auf die Lehrer zu, die die meisten Stimmen bekommen haben und fragt sie, ob sie die Wahl annehmen möchten.

Speektakel: Was haben Sie als Vertrauenslehrerin vor?
Frau Pantel: Ich muss mich jetzt erst mal an meine neue Rolle gewöhnen und schauen, was nun alles als Vertrauenslehrerin möglich ist. Ich bin nun erst einmal gespannt, wer im Schülerrat vertreten ist und was diese Schüler für Ideen für das Schuljahr haben. Natürlich weiß ich aber, dass ich auf jeden Fall ein offenes Ohr haben werde für die Probleme und schwierigen Situationen der Schülerinnen und Schüler, ihr dürft also gerne zu mir kommen, wenn ihr Hilfe benötigt. Einige der Schülerinnen und Schüler, die ich unterrichte, wissen, dass ich recht gut zuhören kann. Es wäre prima, wenn das andere Schülerinnen und Schüler auch nutzen könnten/würden. Ich werde auf jeden Fall versuchen, dem Schülerrat angemessen zur Seite zu stehen, sodass wir eventuell neue Ideen entwickeln und umsetzen können, die das Leben in der Schule unterstützen.

Speektakel: Wie gehen Sie vor, wenn ein Schüler zu Ihnen kommt?
Frau Pantel: Erst einmal gucke ich, ob ich zu dem Zeitpunkt genügend Zeit habe, dem Schüler oder der Schülerin zuzuhören. Sollte das nicht der Fall sein, seid mir bitte nicht böse, wenn ich mit euch einen speziellen Termin ausmache. Ich möchte mir gerne ausreichend Zeit für eure Probleme nehmen und manchmal ist das so zwischen Tür und Angel nicht möglich. Dann würde ich mich mit dem Schüler bzw. der Schülerin in Ruhe an einem Ort zusammensetzen, an dem nicht ständig Personen drumherum stehen und mithören. Dort würde ich mir dann erst einmal das Problem anhören, eventuell ein paar Fragen stellen zur Situation und dann überlegen, wie ich dem Schüler oder der Schülerin helfen kann. Oft sind dann Gespräche mit anderen Personen notwendig. Das kommt eben ganz auf die Situation an. Manchmal muss man Schüler auch erst einmal trösten oder beruhigen.

Speektakel: Welche Erwartungen haben Sie an die Tätigkeit des Vertrauenslehrers?
Frau Pantel: Ich hoffe, dass während ich meine Tätigkeit ausübe, Schüler und Schülerinnen ehrlich zu mir sind, sodass sich Situationen nicht noch verschlimmern dadurch, dass man die Unwahrheit sagt. Ich hoffe auch, dass die Heranwachsenden und Jugendlichen respektvoll mit mir umgehen und es mir nicht übelnehmen, wenn ich eben mal in einem Moment keine Zeit habe und einen anderen Termin mit ihnen abmachen muss. Ich möchte, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule das Amt des Vertrauenslehrers so ernst nehmen, dass sie die Chance nutzen, dass jemand neutral beraten und vermitteln kann. An mich selbst als Vertrauenslehrerin habe ich die Erwartung, dass ich meinen Job anständig ausübe, ich möchte helfen und mich für eure Belange einsetzen!

Speektakel: Welche Ideen haben Sie für die Schülervertretung?
Frau Pantel: Wie ich schon sagte, ich bin noch ganz neu in meiner Rolle und das Schuljahr ist noch jung, man wird sehen, welche Probleme oder interessanten Gebiete es geben wird, um die ich mich mit kümmern darf. Ich möchte auf jeden Fall, die regelmäßigen Treffen, die auch bei anderen Vertrauenslehrern schon durchgeführt wurden, weiterverfolgt werden. Nach einem kurzen Gespräch mit Herrn Niehaus weiß ich, dass es noch so ein paar Gebiete gibt, in denen man etwas vorwärtsbewegen könnte, sobald diese interessant für alle Schüler werden, werdet ihr natürlich informiert.

Speektakel: Denken Sie, dass Sie gut mit den anderen beiden Vertrauenslehrer zurechtkommen werden?
Frau Pantel: Aber klar, ich bin mit den beiden bisher gut ausgekommen, also wird das sicherlich auch im Amt des Vertrauenslehrers so sein. Ich bin gespannt, wie wir uns ergänzen werden und welche Ideen wir zusammen haben werden!

Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen das Beste für Ihre kommende Aufgabe!

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