Immer ein offenes Ohr - Interview mit Frau Ostendorf

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An unserer Schule gibt es zwei Personen, die sich um ganz spezielle Probleme von Schülerinnen und Schülern kümmern, nämlich unsere beiden Sozialarbeiterinnen Frau Welle und Frau Ostendorf. Doch was ist eigentlich die genaue Aufgabe einer solchen Sozialarbeiterin an einer Schule? Wir haben hierzu, Frau Ostendorf befragt, die sich besonders um die Schülerinnen und Schüler der achten, neunten und zehnten Klassen kümmert.

Liebe Frau Ostendorf, wie lange sind Sie schon an unserer Schule?
Mittlerweile seit fünf Jahren.

Wie oft sind Sie hier in der Schule?
Das ist unterschiedlich, da ich nicht nur hier, sondern auch noch bei IN VIA arbeite. An meiner Bürotür hängt ein Zettel auf dem steht, wann ich genau in der Schule bin. In der Regel ist das aber Dienstag- und Freitagvormittag sowie den ganzen Donnerstag.

Was machen Sie genau an unserer Schule?
Ich helfe Schülerinnen und Schülern ab der achten Klasse bei Problemen. Das können einerseits Probleme sein, die zu Hause in der Familie auftreten, andererseits aber auch solche in der Schule, also Schwierigkeiten mit Lehrerinnen oder Lehrern sowie Mitschülerinnen und Mitschülern. Es kommt auch häufig vor, dass Jugendliche zu mir kommen, die keine Lust mehr haben zur Schule zu gehen. Ich berate aber ebenso Schülerinnen und Schüler wenn es darum geht, was sie beruflich nach der zehnten Klasse machen können. Manchmal helfe ich auch den Schülerinnen und Schülern, ihre Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen.

Wie viele Schülerinnen und Schüler kommen zu ihnen?
Das ist ganz unterschiedlich, im Jahr so etwa 100 Schülerinnen und Schüler.

Arbeiten Sie auch mit unseren Lehrerinnen und Lehrern zusammen?
Manchmal sprechen mich Lehrerinnen und Lehrer im Lehrerzimmer an und sagen sie hätten das Gefühl, dass etwas mit einer Schülerin oder einem Schüler nicht stimme, dass sie oder er oft traurig sei, schlechte Noten habe oder unregelmäßig zur Schule komme. Dann nehme ich Kontakt mit den betreffenden Jugendlichen auf. Meine Arbeit unterliegt aber der Schweigepflicht und gebe keine Informationen an die Lehrerinnen und Lehrer über die Inhalte der Gespräche weiter, es sei denn die Jugendlichen wünschen das.

Sind Sie nur an unserer Schule oder auch an anderen Schulen?
Nein ich bin nur hier an der Schule.

Was machen Sie genau wenn Sie nicht an der Schule sind?
Ich habe noch eine halbe Stelle bei IN VIA an der Bahnhofstraße und arbeite dort als Sozialarbeiterin in einer Beratungsstelle für junge Migranten, also Jugendliche ausländischer Herkunft, die nach Deutschland kommen. Ich helfe denen hier in Deutschland eine Schule zu finden und versuche alle Fragen über das Leben hier in Deutschland zu beantworten.

Wenn Sie den Schülerinnen und Schülern nicht helfen können, was machen Sie dann?
Wenn ich nicht helfen kann, dann versuche ich andere Kontaktpersonen zu finden, die dann das Problem lösen können. Das können Beratungsstellen oder auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler sein.

Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!

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